An der Deisterpforte

Hier fällt der sogenannte Große Deister hinab, um sich Richtung Süden als Kleiner Deister noch einmal auf bis zu 378 Meter zu erheben. In diesem Talpass liegt die Stadt Springe, die sich deshalb „Stadt an der Deisterpforte“ nennt. Von Hannover aus gesehen bildet diese Kerbe des Höhenzugs das Tor zum Weserbergland. Bekannt ist die Deisterpforte auch als Hallerspring, weil hier das Flüsschen Haller entspringt und munter der Leine entgegenplätschert.
Die gute Stube von Springe ist der Marktplatz, umgeben von schmucken Fachwerkhäusern, zwischen denen „Ratsnachtwächter Heinerich“ über das Geschehen wacht. Der pittoreske Holzwegweiser zeigt Besuchern den rechten Weg. Und der führt in kleine Gassen und Höfe, die immer wieder beeindruckende Durchblicke ermöglichen. Hier finden Sie bestimmt Ihre Lieblingsecke! Viele Bauwerke erinnern an unterschiedliche Epochen, denn Springe blickt auf eine über 900-jährige Geschichte zurück..


Foto: Marienbrunnen und Peters'sches Haus am Marktplatz
Marienbrunnen und Peters'sches Haus am Marktplatz

Staatlich anerkannte Erholung

Ein Höhepunkt in der Kernstadt bildet das Haus Peters am Markt mit seinem reichen Schnitzwerk, das ab 1619 im Stil der Weserrenaissance erbaut wurde. Davor sprudelt der Marienbrunnen mit seiner Holzleserin. Verbinden Sie diese Sehenswürdigkeiten mit dem Besuch des Wochenmarkts, der freitags von 8 bis 13 Uhr stattfindet. Hier finden Wanderer nicht nur die passende Stärkung, sondern genießen auch noch das bunte Treiben vor historischer Kulisse.
Als staatlich anerkannter Erholungs- und Ausflugsort bietet Springe seinen Gästen viele Freizeitmöglichkeiten. In der Tourist-Information im Alten Rathaus erhalten Sie neben dem Prospekt „Ein Rundgang durch die Springer Altstadt“ weitere interessante Informationen über Springe und Umgebung. Gruppenaufenthalte und Tagesausflüge planen Ihre Gastgeber dort gern mit Ihnen gemeinsam. Zur touristischen Betreuung von Gruppen ab zehn Personen stehen die gut ausgebildeten Calenberger Gästeführerinnen zur Verfügung. Ein Weg führt zum Beispiel in den ehemaligen Kornspeicher, dem heutigen Museum auf dem Burghof. An diesem Standort legten die Grafen von Hallermunt im Mittelalter eine Wasserburg an. Auf über 2.000 Quadratmetern wird heute die Geschichte der Menschen wieder lebendig, die in der südlichen Deisterregion einst lebten.
Seit über zwei Jahrzehnten findet auf dem Burghof der traditionelle Töpfermarkt statt. Beteiligt sind ausgewählte Kunsthandwerker, meist mit Ausbildung an Fachhochschulen für Keramik-Design.
Shopping-Freunde bummeln in Springe durch kleine Boutiquen und Fachgeschäfte, einladende Restaurants locken mit ihren Spezialitäten, und an warmen Tagen beleben Straßencafés die Szenerie. Nicht verpassen: Vom Glockenturm „Zum Oberntor“ erklingen jahreszeitlich verschiedene Melodien, jeweils fünf Minuten vor 9, 12, 15 und 18 Uhr.


Foto: Klettern im Hochseilgarten
Klettern im Hochseilgarten

Klettern und Ski

Mut, Selbstvertrauen und Flexibilität sind im Hochseilgarten gefragt, wo die Besucher über Baumstämme und Drahtseile in bis zu 20 Metern Höhe balancieren. Dieser Erlebnisparcours ermöglicht 22 verschiedene Übungen, die sich bei vielen Firmen als Teambildungsmaßnahmen bewährt haben. Zwei 150 beziehungsweise 100 Meter lange Seilrutschen, verschiedene Kletterwände und viele weitere spannende Elemente erwarten Sie in dieser vielfältigen Anlage, die den höchsten Ansprüchen an Sicherheit und Stabilität gerecht wird.
Und im Winter, wenn es schneit, ist in Springe sogar Skisport möglich! Dafür sorgen vier kleinere Liftanlagen und mehrere Loipen in Deutschlands nördlichstem Skigebiet. Abends sind die Pisten teilweise beleuchtet.


Jagdschloss Springe
Foto: Jagdschloss Springe

Wo einst der Kaiser jagte

Der Saupark Springe ist ein Waldgebiet, das mit einer 16 Kilometer langen und zwei Meter hohen Mauer umgeben ist. In diesem grünen Paradies frönten die Welfenkönige, der deutsche Kaiser und Europas Hochadel ihrem Jagdvergnügen: Mittendrin liegt das Jagdschloss, erbaut von 1838 bis 1842 nach Plänen des Hofbaumeisters Georg Ludwig Friedrich Laves. In den prachtvollen Sälen mit ihrer klassizistischen Innenausstattung stehen regelmäßig Veranstaltungen auf dem Programm. Ständig zu besichtigen ist die lehrreiche Jagd- und Tierschau. Die Jagdschlosskonzerte im Kaisersaal sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Ein virtuoses Erlebnis ist der alle zwei Jahre stattfindende Jagdbläser-Wettstreit.


Foto: Rotwild im Deister
Rotwild im Deister

Wild, anmutig, urwüchsig

Für faszinierende Einblicke in die Tierwelt sorgt das Wisentgehege Springe, das sich ebenfalls im Saupark befindet und einen überregional hohen Bekanntheitsgrad genießt. Vom Jagdschloss aus ist das Wisentgehege in 30 Gehminuten erreichbar. In diesem landschaftlich besonders reizvoll gelegenen Wildpark treffen Besucher auf über 100 heimische Wildtierarten. Wisent, Elch, Urwildpferd, Luchs, die heimischen Hirscharten, viele Vogelarten und sogar Wölfe leben hier in natürlichen Lebensräumen. Eine neue Attraktion entstand mit der sehr beliebten Braunbärenanlage – erleben Sie, wie possierlich sich „die Dicken“ vor der Kamera bewegen! Vielleicht gelingt Ihnen sogar ein Schnappschuss bei den anmutigen Freiflugvorführungen der Greifvögel auf dem Falkenhof.
Im Wisentgehege findet alljährlich am letzten Oktoberwochenende das traditionelle Hubertusfest statt – wenn das Laub in den schönsten Farben leuchtet und viele Familien den Herbst in seiner schönsten Form genießen. Ein Programm aus unterhaltsamen und informativen Veranstaltungen rund um Wald, Wild und Natur wird in Zelten, Hütten und an Infoständen präsentiert. Außerdem treten die Jagdhornbläser auf, es gibt eine Wildbretverlosung, und am Sonntag dreht sich auf der Hubertusmesse alles um die Jagd. Wildgerichte, Wildbratwurst, Waldpilze erfreuen den Gaumen. Ponyreiten und Bastelzelt sind Anlaufpunkte für die Kleinen.


Wisent mit Kalb
Foto: Wisent mit Kalb

Veranstaltungen rund ums Jahr

Mai: Tiermärchenfest (Wisentgehege Springe), Honigkuchen-Senffest (Eldagsen)

Juni: Töpfermarkt (Museumshof), Mittsommernachtsfest (Wisentgehege Springe)

August: Kinderfest (Wisentgehege Springe), Picknickkonzert auf der Jagdschlosswiese

1. Septemberwochenende: Wirtschaftsschau (abwechselnd in Bad Münder und Springe)

Letztes Oktoberwochenende: Hubertusfest (Wisentgehege Springe), Jagdschlosskonzerte an sechs Sonntagen (Jagdschloss)