Reizvolle Landschaft und verträumte Dörfer, Fachwerkromantik und Weserrenaissance
– all dies können die Gäste der Samtgemeinde Rodenberg an
zahlreichen idyllischen Plätzen genießen. Die 16 Ortschaften der Samtgemeinde
liegen im Tal zwischen den herrlich bewaldeten Höhenzügen
Deister, Süntel und den Bückebergen. Überall spiegeln historische Sehenswürdigkeiten
die Geschichte dieses Landstrichs wieder. Aber auch kulturelle
Einrichtungen und moderne Freizeitstätten locken ins Rodenberger Tal.
Wasserschlösser, Burgen und Kirchen sind hier die Hauptattraktionen für
historisch Interessierte. Schließlich ist Rodenberg Etappenziel der „Straße
der Weserrenaissance“ und der „Niedersächsischen Mühlenstraße“. In
Hülsede erwarten Sie die Pfarrkirche St. Ägidien aus dem Jahr 1440 sowie
das im Stil der Weserrenaissance erbaute Wasserschloss (1529 bis 1548).
Viele Bürger haben sich zu einer Interessengemeinschaft zur Erhaltung
ihres Wahrzeichens, der Windmühle, zusammengeschlossen, die seit
fast 150 Jahren auf dem Alten Rodenberg thront und beim Spaziergang
durch den Bürgerpark besichtigt werden kann. Sehenswert sind auch
die Burganlage mit ihrer restaurierten Bastion im Stadtzentrum und die
Heisterburg mit Teufelsbrücke, die im Deister liegt. In Lauenau sind gleich
zwei Schlösser und eine Burg zu besichtigen: Schloss Schwedesdorf im Stil
der Weserrenaissance, das Rittergut der Freiherren Rivalier von Meysenbug
im englischen Tudor-Stil sowie das Amtsschloss aus dem 16. Jahrhundert.
Ein Muss für Freunde sakraler Baukunst: die St.-Lukas-Kirche. Sie gilt als
Meisterwerk des bekannten Kirchen-Baumeisters Conrad Wilhelm Hase.
Nicht nur Naturfreunde sind von der rund 200-jährigen Süntelbuche im
Lauenauer Volkspark beeindruckt – Experten halten sie für das weltweit
älteste Exemplar ihrer Art!
Das Freilichtmuseum Rodenberg besteht aus dem ehemaligen Schloss
Rodenberg mit Ständehaus, Wall und Graben und wurde vier Jahre lang
ausgegraben und restauriert. Eine derartige Anlage ist in Norddeutschland
einmalig! Besonders beeindruckend sind die Artillerietürme – eine sechseckige
Bastei und ein Rondell aus der Zeit um 1500 – sowie die angebauten
Stauwehre. Von April bis Oktober können an Sonntagen von 15 bis
17 Uhr die Innenräume der beiden Türme bei Führungen besichtigt werden.
Starke Anziehungspunkte sind auch die vier unterschiedlichen Kanonenmodelle,
die früher hier im Einsatz waren.
Im ehemaligen Ständehaus befi ndet sich seit 1981 das Heimatmuseum
Rodenberg. Das Ständehaus ist das letzte Gebäude, das von der ehemaligen
Wasserburg Rodenberg nach dem großen Stadtbrand im Jahre 1859
erhalten geblieben ist. Ursprünglich als zweigeschossiger Saalbau errichtet,
diente es bis 1640 den Schaumburger Landständen als Versammlungsort.
Reste des Treppenturms und zwei Kaminwangen aus Räumen des einstigen
Pallas, auch Fürstenbau genannt, sind noch heute sichtbar.
Ein ehemaliges Gesindehaus aus dem Jahre 1797 wird nach langer und
mühsamer Restaurierung durch den Heimatverein als Amts- und Fleckenmuseum
genutzt.
Neben der Dokumentation der Lauenauer Ortsgeschichte sind viele Originalgegenstände
zu den Themen Post, Eisenbahn und Deisterbergbau zu
sehen. Das Gesindehaus ist auch Ausgangspunkt für Führungen durch den
Flecken Lauenau. Erbaut wurde es von Otto II. Freiherr von Münchhausen,
der hier Tagelöhner unterbrachte.
In Feggendorf bei Lauenau lässt sich ein Waldspaziergang wunderbar mit dem Besuch eines historischen Steinkohlebergwerks verbinden. Bereits 1738 wurde in der Nähe des heutigen Feggendorfer Stollens ein Steinkohleflöz in drei kleinen Schurfschächten nachgewiesen. Diese für den Deister typische Kleinzeche diente den Ortschaften um Lauenau zur Versorgung mit Schmiede- und Hausbrandkohle. Im Jahre 1952 wünschten sich die Kumpel auf dem Weg in den Stollen ein letztes „Glück auf!“. Damit endete nach 175 Jahren der Rodenberger Abbau des schwarzen Goldes. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen sind zahlreiche Relikte des Bergwerks inzwischen wieder zu besichtigen. An die Stelle der Bergleute treten heute Touristen, die sich für die historischen Gleisanlagen, Förderwagen, die Kohlensiebmaschine oder die Arbeit mit Seiten- und Schnabelkipper interessieren.
Mit ihren Geschäften, Cafés und Restaurants lädt die Rodenberger City
zum abwechslungsreichen Einkaufsbummel ein. Ein modernes Geschäftszentrum
befi ndet sich auf dem Amtsplatz direkt vor dem Rathaus. Für
Freizeitvergnügen sorgen auch Sportanlagen wie die Radsporthalle, das
Schießsportzentrum, zwei Schwimmbäder in Rodenberg und Lauenau,
mehrere Tennisplätze, Fitness-Center und ein großer Campingplatz in
Reinsdorf. Überregionale Anziehungskraft hat die Eishalle in Lauenau.
Jährlich über 30.000 Besucher drehen hier ihre Runden und messen sich
beim Eisstockschießen. Rad- und Wanderwege führen durch Feld, Wald und
Wiesen und verbinden die Gemeinden miteinander. Alljährliche Heimatfeste
wie Schützenfeste, die traditionelle Kirmes Martinimarkt und viele Straßenfeste
fördern das Gemeinwesen und unterstreichen die Gastfreundschaft
der Einwohner.
Immer größerer Beliebtheit erfreut sich auch in Rodenberg die Freizeitbeschäftigung
Geocaching, auch GPS-Schnitzeljagd genannt. Ausgestattet
mit einem GPS-Gerät, GPS-fähigem Handy oder einem ähnlichen Gerät
machen sich „Pfadfinder“ auf die Suche nach markierten Punkten in und
um Rodenberg. Verschiedene Internetangebote enthalten GPS-Koordinaten
und verschlüsselte Hinweise, die zu versteckten Logbüchern führen. In
diesen hinterlässt der Teilnehmer dann einen Eintrag als Beweis dafür,
dass er das Versteck (den Cache) gefunden hat.
Januar: Karnevalssitzungen (Apelern)
Mai: Stoll’n-Fest (Besucherbergwerk Feggendorf)
Letzter Sonnabend im Juni: Mittsommernachtsfest (Lauenau)
2. Juliwochenende: Historisches Schützenfest (Rodenberg)
Letztes Wochenende in den Sommerferien: Fleckenfete (Lauenau)
August: Kinkeldeyfest (Rodenberg)
September: Erntefest (Pohle)
1. Dienstag im November: Martinimarkt (Rodenberg)
Dezember: Weihnachtsmärkte (Apelern, Lauenau und Rodenberg)
