Von hier an geht’s bergauf: Die Kernstadt von Barsinghausen markiert den
Übergang von der Ebene des Calenberger Landes zum Nordwesthang des
Deisters. Der Höhenunterschied im Stadtgebiet beträgt – für norddeutsche
Verhältnisse außergewöhnliche – 300 Meter! Von der idyllischen
Hanglage profitieren auch die Ortsteile Bantorf, Hohenbostel, Kirchdorf
und Egestorf, während sich die weiteren 13 Dörfer Barsinghausens im
flachen Calenberger Land verteilen. Entsprechend vielfältig erscheint das
Charakterprofil der 35.000-Einwohner-Stadt: Hier das geschäftige Treiben
in der Einkaufsstadt mit Fußgängerzone, Theater und internationaler
Gastronomie, dort die verträumte Idylle der sogenannten Bördedörfer, im
Süden der dicht bewaldete Höhenzug, im Norden die Weite der Felder.
Allen Ortsteilen gemeinsam sind die attraktiven Erholungsmöglichkeiten für
jede Altersgruppe sowie die kulturellen Kleinode aus der über 800-jährigen
Geschichte. Nicht zuletzt ist die gute Erreichbarkeit hervorzuheben:
Von der Autobahn A 2 ist Barsinghausen in wenigen Minuten über die
Bundesstraße B 65 zu erreichen und mit fünf S-Bahn-Haltestellen an den
öffentlichen Personennahverkehr angebunden.
In sportlicher Hinsicht hat sich Barsinghausen weit über die Region hinaus
einen Namen gemacht: Regelmäßig bestreiten Deutschlands Nationalspieler
ihre Lehrgänge (Trainingseinheiten) auf den Anlagen des Niedersächsischen
Fußballverbandes und wohnen im Vier-Sterne-Sporthotel Fuchsbachtal.
Immer wieder wird dies zum Domizil für prominente Sportler und
Vereine aus dem In- und Ausland. Während der Fußballweltmeisterschaft
2006 war hier zum Beispiel die Mannschaft Polens zu Gast. Aber auch
weniger Ambitionierte nutzen die erstklassigen Fitnessangebote sowie die
physiotherapeutische Betreuung. Zudem lockt das Sporthotel mit seinen
Erlebnis- und Romantikwochenenden und der hervorragenden Küche.
Unter den Freizeitsportlern sind es vor allem Radfahrer und Wanderer, die
sich in Barsinghausen wohl fühlen. Die Wald- und Feldwege im gesamten
Deister und im Deistervorland sind ebenso wie die Radwege in der
Regel gut ausgebaut und häufig markiert. Auf dem Kamm des über 400
Meter hohen Bergzuges verläuft u.a. der Fernwanderweg E 1, der von der
Nordsee bis zum Bodensee führt. Zwei Aussichtstürme am Kammweg
– der Nordmannsturm und der Annaturm – ermöglichen phantastische
Aussichten. Zur genussvollen Stärkung am Wegesrand laden mehrere
rustikale Waldgaststätten ein.
Ein populäres Freizeitziel ist auch das neue Deisterbad in Kirchdorf, ein
Hallen- und Freibad inklusive Sauna und Biergarten. Im Sommer ist das
idyllisch gelegene Freibad in Goltern ein Favorit für die ganze Familie.
... in ganz Niedersachsen ist die Deister-Freilicht-Bühne. Seit ihrer Eröffnung im Jahre 1931 haben sich in diesem ehemaligen Steinbruch rund eine Million Besucher begeistern lassen. Die wunderschöne Waldlage und die große Spielfreude der Laiendarsteller machen den Reiz dieser traditionsreichen Spielstätte aus. Geboten wird ein Repertoire für Kinder, Familien und Senioren, mal heiter, mal dramatisch – immer unterhaltsam. Auf der großzügigen Spielfläche werden mitunter monumental anmutende Volksszenen umgesetzt.
Schon das Stadtwappen weist darauf hin, dass hier der Bergbau lange Zeit
eine wirtschaftliche Grundlage bildete. Über 100 Jahre lang förderten in
Barsinghausen bis zu 2.000 Bergleute Steinkohle; der letzte Schacht wurde
1956 geschlossen. Heute ist diese industrielle Tradition im Besucherbergwerk
Klosterstollen auf eindrucksvolle Weise zu erleben. Die eineinhalb
Kilometer lange Einfahrt mit der Lorenbahn und die rund zweistündige
Führung unter Tage – bei konstant neun Grad Celsius – zählen zu den
touristischen Höhepunkten der Region Hannover. Ehemalige Grubenführer
erläutern die verschiedenen Abbautechniken und entsprechenden Geräte.
Hier wird regionale Industriekultur zum Abenteuer! Über Tage lassen sich
die Zeugnisse des Deister-Bergbaus auf den ausgeschilderten Kohlepfaden
entdecken.
Weiterführende Informationen zum Kohleabbau im gesamten Deister
vermitteln das Deister-Bergbaumuseum und der Zechenpark mit seinem
prägnanten Haldenkegel aus roter Schlacke. Das Museumsensemble
ist ganzjährig geöffnet. Einfahrten sind nach telefonischer Anmeldung
möglich.
Die Klosterkirche St. Marien bildete gemeinsam mit dem Kloster Barsinghausen die Keimzelle der Stadt. Das Gotteshaus wurde im 12. Jahrhundert aus Deistersandstein im spätromanisch-frühgotischen Stil errichtet und ist eine der größten Hallenkirchen Norddeutschlands. Ein Publikumsmagnet für Freunde klassischer Musik sind die Konzerte der Reihe „Ein Abend im Kloster“, wobei der Konventsaal den besonderen Rahmen für hochkarätige Chöre, Ensembles und Solisten bildet. Für Gäste ist das Angebot „Kloster auf Zeit“ mit seinen Einkehr-, Stille- und Oasentagen eine attraktive Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und aktiv am Klosterleben teilzunehmen
Natur, Kultur und Sport lassen sich in Barsinghausen auf faszinierende und erholsame Art miteinander kombinieren. Aber auch als Ziel für den entspannten Einkaufsbummel ist die Stadt am Deister eine beliebte Adresse. In der Fußgängerzone laden Fachgeschäfte, Cafés, Eisdielen, Restaurants und Biergärten zum Einkauf und zur Einkehr ein. Ein Tipp ist der Wochenmarkt in Barsinghausens Kernstadt, der ganzjährig donnerstags und sonnabends in der Fußgängerzone stattfindet. Wo sonst lässt sich der Einkauf regionaler Lebensmittel so wunderbar mit einem Waldspaziergang kombinieren?
